Februar 20th, 2009
In meinem ersten Newsletter ging es um die Marke als Erlebnis. Das heißt, eine Welt oder ein Ereignis zu schaffen, das die Verbraucher zum Kauf oder Treue anregen soll.
Diese Suche kreiert immer mehr Möglichkeiten und Konzepte in der Hoffnung die Position einer Marke im Markt zu stärken und mit Treue belohnt zu werden.
Folgen sind die immer größere Verschmelzung von Markenpflege und Handel, von Erlebnis und Kommerz.
Der folgende Beitrag ist eine Ergänzung zum ersten Artikel und soll einfach zum weiteren Austausch anregen.
Markenerlebnisse
Um Marken zu bilden, müssen wir sie näher zum Verbraucher bringen und Möglichkeiten des Austausches und des Erlebens schaffen. Dieses kann geschehen in Form von neuen Produkten , Promotions, Events oder neuen Erlebnisstätten. Hier ein paar weitere Beispiele:
Leonardo‘s Glass Cube ist eine Inspiration seiner Markenvision.
http://www.glass-cube.de/glasscube
Die Morgan‘s Hotelgruppe ist bekannt für ihre Avantgarde Hotels die trendweisend für die gesamte Branche sind. Was werden die stilbewussten Reisenden zu ihrem neuesten Erlebnis sagen?
http://www.mondriansouthbeach.com/idea.html
Diesel wurde 30 Jahre – und es gab für EINEN Tag eine Special Edition weltweit. Natürlich war die Hose in 0,0 Sekunden weg!
http://www.diesel.com/dirtythirtystores/
Oder Alfons Schuhbeck, der seine Vision vom neuen regionalen Essen, erfolgreich umsetzt. Wie zum Beispiel in Form von Gewürzläden.
http://www.schuhbeck.de/2/gewuerzladen/hamburg-levantehaus.html
Letztlich, ‚Meet‘ ist noch keine Marke aber ein interessantes Konzept. Ein Platz wo Meetings zum Erlebnis werden. Ein guter Anfang für jede Marke.
http://www.welcometomeet.com/
Barrieren sind keine Hürden, sondern neue Möglichkeiten.
Ein schönes Beispiel ist hierzu die letzte Promotion des neuen AC/DC Albums, das sich eines alten Bekannten nämlich des Excels Spreadsheets bedient, um Internetbegrenzungen im Büro zu überwinden.
www.acdcrocks.com/excel/
Oft werden auch ‚kleine‘ Budgets (was immer eine Definition des Budgethalters ist) als Hürde gesehen. In Neuseeland wird dieses eher als ‚Creative Opportunity‘ gehandhabt. Zwei Beispiele, die beide als Ziel hatten mehr Traffic auf ihre Website zu bringen und Life-Events genutzt haben, um dieses kostengünstig zu schaffen.
http://www.flossie.com/man-vending-machine/
http://video.aol.com/video-detail/nzgirl-worst-boyfriend-2005/2184324849
Oder einfach um Freunden in der Not (in diesem Fall nicht sein Standardbier in England zu finden) zu helfen.
http://www.greatbeerdelivery.co.nz/
Kann man Markenerlebnisse messen?
Persönlich schätze ich das Instrument „Erlebnis“ als Markenpflege sehr. Die Schwierigkeit besteht aber in deren Messbarkeit und Integration im gesamten Marketing-Mix. Man sollte sie nicht als Eintagsfliegen oder seltenen Schmetterling einsetzen, sondern als wohlüberlegte Maßnahme die Synergien zu anderen Maßnahmen knüpft.
Um dieses zu ermöglichen, bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung des Markenerlebnisses. Dabei ist es notwendig alle Touch-Points einer Marke einzubeziehen. Also alle, die zu dem Markenerlebnis beitragen können, von den Verbraucherbedürfnissen, den Produkten, dem Service, der gebotenen Unterhaltung bis hin zu Design und Kommunikation.
Tags: Markenerlebnis
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Dezember 23rd, 2008
Jahrelang ging es im Marketing hauptsächlich darum einen hohen Bekanntheitsgrad, eine gute Lage und einen klaren USP zu haben. Dies ist natürlich immer noch wichtig, aber heute wollen die Menschen mehr. Verbraucher verlangen Inspiration und Innovation. Um auf dieses Verlangen zu reagieren entwickeln Marken wie auch Händler immer wieder neue Erlebnisse, die zum Kauf und zur Treue anregen sollen.
Folglich suchen Unternehmen nach neuen Möglichkeiten ihre Marken darzustellen um so ihre Position im Markt zu stärken und mit Treue belohnt zu werden.
Markenpflege und Handel verschmelzen. Die Landschaft des Einzelhandels profiliert sich immer mehr durch Unterhaltung und neue Anstöße. Erlebnisreiche Einkaufskonzepte mischen neue Inhalte mit Kommerz.
Der folgende Beitrag soll einfach zum Nachdenken und weiterem Austausch anregen.
Die Welt der Erlebnisse explodiert.
Es gibt die verschiedensten Ansätze, Markenerlebnisse oder Erlebnismarketing zu kreieren. Sie strecken sich von Events, Internet, über Sponsorships, Ausstellungen bis hin zum eigenen Shop. Genauso vielseitig wie die Form der Darstellung ist auch deren Ansatz.
Nicht der Verkaufsplatz sondern die soziale Gemeinschaft steht im Vordergrund
Apple wie auch Starbucks haben bewusst auf das soziale Umfeld und nicht auf den Verkaufsplatz gesetzt, als sie ihre Läden konzipiert haben.
Laut Howard Schulz* dem Gründer der Kette Starbucks, ist das Geschäft von Starbucks nicht der Kaffee, sondern ein Lebenstil,
Auch Steve Jobs* hat gesagt, das er nicht im Computer Geschäft ist, sondern im Lifestyle Business. So ist es auch nicht verwunderlich, das in Apple Stores nicht der Verkauf im Vordergrund steht, sondern der Austausch und das Networking unter Gleichgesinnten.
Design als Erlebnis
Immer mehr Marken beauftragen berühmte Architekten, Künstler und Designer ihre Geschäfte zu gestalten um so Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Erinnern Sie sich noch als der erste NikeTown eröffnet wurde? Es wurde als Paradebeispiel angesehen.
Hier ein kleiner Beitrag zu Nike Town Boot Abteilung: http://www.youtube.com/watch?v=pNIxjckrtPE
Auch Prada hat viel Aufruhr mit seinen wunderschönen und mutigen Läden in Tokyo und New York betrieben und wurde schnell zu einer „Must see“ Destination. http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/671/12659/
Weitere bemerkenswerte Beispiele sind das KaDeWe www.kadewe.com oder die neuesten Shopping- Malls, die Design, Architektur und Angebot immer wieder neu zusammensetzen. http://uk.westfield.com/london/?redirect=no
Aus dem Herzen der Marke
Ich bewundere immer wieder die Marken, die es geschafft haben nicht nur ihr Versprechen lebendig, sondern es zu einem wirklichen Erlebnis zu machen.
„Red Bull gives you Wings“, zeigt uns immer wieder wie die Marke „beflügelt“. http://www.redbull.de/
Das Maggie Kochstudio lädt in seinen eigenen Läden/Restaurants zu Kochkursen ein. www.maggi.de
Ikea macht das Wohnen leichter, und das Einkaufen ebenso. Die Zimmer sind fertig zusammengebaut mit vielen kleinen Ideen bestückt, die Kinder kann man in einer wunderbaren und beaufsichtigten Spielecke lassen. Und zu Essen gibt’s auch was!
Bei der Marke Lego dreht sich alles um Fantasien und Kreativität. Diese manifestieren sich in allen Bereichen; durch innovative Produktideen, im Shop und bei Legoland.
Aber nicht immer ist der Markenkern der erste Ansatzpunkt um ein Markenerlebnis zu kreieren, manchmal ist er auch nur Teil von einem Größeren. Interessante Beispiel sind hierzu „Die Autostadt“ von Volkswagen, http://www.autostadt.de/portal/site/www/ oder das Guiness Storehouse wo nicht nur die Geschichte der Marke anfassbar gemacht wird, sondern man auch etwas über seine Trinkgewohnheiten lernen kann. http://www.guinness-storehouse.com/
Zukunft & Visionen anfassbar gemacht
Menschen kaufen Marken aber benutzen Produkte. Und manchmal haben wir einfach viel größere Visionen und Möglichkeiten für die Marke, die man heute noch nicht zeigen kann. Um dieses zu tun, bieten sich Events oder Show-Stores ideal an:
Philips Sense & Simplicity Events: http://www.philips.com/about/brand/thesimplicityevent/index.page
Sony Store Tokyo: http://picturetokyo.com/en/location/sony_building.html
Aber braucht jede Marke das Erlebnis als Selbstdarstellung? Und wenn ja, welche Form ist die Beste? Natürlich sollte jeder Schritt in diese Richtung mit der gesamten Marketingstrategie angepasst werden – kurz- und langfristig. Aber trotzdem frage ich mich, ob das Experience Marketing notdürftig oder nur eine andere Option im Gesamt-Mix darstellt?
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